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Arbeitsschutz vom Hobbyheimwerker bis zum Profi

Arbeitsschutz ist in Deutschland in beinahe allen handwerklichen Betrieben gesetzlich vorgeschrieben. Arbeitgeber sind demnach verpflichtet, ihre Arbeitnehmer ausschließlich mit entsprechendem Arbeitsschutz an ihre Tätigkeiten zu lassen.

Anders sieht es oft im privaten handwerklichen Bereich aus, denn hier gibt es keine Chefs, die einem auf die Finger sehen. Dann sind Heimwerker selbst für ihren Schutz verantwortlich, den viele leider erst dann so richtig ernst nehmen, wenn es zu spät ist. Vielleicht liegt es aber auch am Unwissen darüber, was denn alles passieren kann und welche Körperteile am meisten geschützt werden müssen.

Richtiger Arbeitsschutz von Handwerkern

Arbeitsschutz beschreibt spezielle Maßnahmen, welche zum Schutz vor Unfällen während dem Bedienen von Handwerkszeug ergriffen werden. Und die sind inzwischen wirklich ausgereift, sogar so sehr, dass die Zahl der Unfälle in den Handwerksbetrieben deutlich zurückgegangen ist. Man sieht also, – richtiger Arbeitsschutz ist kein Hexenwerk und auch der Hobbyheimwerker kann sich schützen.

Was muss geschützt werden?

Generell kommt die Art des Arbeitsschutzes auf die Art des Werkzeuges an, mit dem man es fortan zu tun hat. So muss man sich für die Bedienung eines Hammers nicht mit einer Atemschutzmaske ausstatten und benötigt auch keine Stahlkappen in den Schuhen, wenn mit giftigen Flüssigkeiten oder Chemikalien hantiert wird. Auf den richtigen Schutz kommt es an.

Handwerkliche Tätigkeiten erfordern immer ein gewisses Maß an Selbstverantwortung und sinnvoller Überlegungen. Arbeitsschutzhosen und festes Schuhwerk schaden nie, egal welche Arbeiten man durchführen möchte. Die richtige Gefährdungsbeurteilung führt also letztendlich zur richtigen Schutzmaßnahme.

Arbeitsschutzgesetz für Arbeitnehmer

In Deutschland unterliegen sämtliche Betriebe dem Arbeitsschutzgesetz und auch Arbeitnehmer müssen sich daran halten. So ist der Umgang mit einer Kettensäge beispielsweise nur dann erlaubt, wenn die Arbeiter mit spezieller Schnittschutzkleidung ausgestattet sind und Schnittschutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und entsprechende Oberbekleidung tragen.

Der Schutz der Arbeitnehmer steht an oberster Stelle und darf nie vernachlässigt werden.

Heimwerker unterliegen natürlich keinem Gesetz und können Eigenverantwortlich frei verkäufliche Maschinen oder Werkzeuge bedienen. Auch dann, wenn diese die Gerätschaften gar nicht bedienen dürften, vielleicht aufgrund einer Behinderung oder lediglich deshalb, weil man übermüdet noch schnell etwas reparieren möchte.

Dann kann es gefährlich werden, wenn der Heimwerker einer solchen Nachlässigkeit nachgeht. Und bekanntlich passieren auch dann die meisten Unfälle, überwiegend natürlich in den eigenen vier Wänden. Sie enden nicht selten im Krankenhaus und hätten im Vorfeld durch einfachen Arbeitsschutz verhindert werden können.

Wie?

Indem der Heimwerker generell ein paar wesentliche Arbeitsschutzmaßnahmen ergreift, die auf die jeweilige Tätigkeit angepasst sind. Schnittschutzkleidung, Atemschutz, Schutz gegen lärmende Arbeiten oder der Schutz vor schneidendem Werkzeug. Vor jeder Arbeit sollte man sich daher eine Art Checkliste erstellen, welche sämtliche Unfallrisiken abdeckt.

So sollte man an die möglichen Gefahren im Umgang mit dem Werkzeug denken und an die eigenen körperlichen Schwachstellen, die es zu schützen gilt. Dann kommt man meist ganz alleine darauf, welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, um sich zu schützen.

Und sei es nur die trittsichere Leiter, welche zur Erreichung der Glühbirne benötigt wird oder die kleinen Ohrenstöpsel, die vor lauten Kettensägen schützen. Oder vielleicht sind es nur die fehlenden Handschuhe, welche verhindern, dass man sich Holzsplitter in die Finger rammt. Arbeitsschutz ist vielseitig, in jeder Hinsicht! Denken Sie demnächst daran!